Schüler sollen sich selbst unterrichten

Regelmäßig fallen in unserem Bundesland Unterrichtsstunden aus. Im Schuljahr 2017/2018 lag der Anteil der in Sachsen ausgefallenen Unterrichtsstunden offiziell bei 5,1 % (1). Diese Statistik wird jedoch von verschiedenen Gruppen als geschönt kritisiert. In einer sächsischen Schule gipfelte dies kürzlich darin, dass die Schüler aufgefordert wurden, sich den Stoff ausgefallener Stunden selbst beizubringen. Eine Klassenlehrerin informierte die Eltern, dass kein Mathematiklehrer für ihre Klasse zur Verfügung steht. Deshalb sollen die Schüler sich die Unterrichtsinhalte selbst beibringen. Hintergrund ist ein hoher Krankenstand und das Unvermögen der zuständigen Behörden, geeigneten Ersatz heranzuführen (2) .

Die Problematik in Sachsen hat verschiedene Ursachen: In erster Linie die in den neuen Bundesländern zu geringen Absolventenzahlen (3). Außerdem ist der sächsische Lehrkörper vergleichsweise alt, was die hohen Krankenstände erklären dürfte (4). Zusätzlich schafft die Beschulung der zahlreichen fremden Kinder hohe Belastungen für die Lehrkräfte. Nachteilhaft wirkt auch der, durch den Föderalismus der BRD bedingte Wettbewerb um Lehrkräfte.

Zur Kreistagswahl im Vogtland fordern wir unter unserem Programmpunkt 6:

Lehrermangel bekämpfen

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2018 fiel jede zehnte Stunde an vogtländischen Schulen aus. Und die Situation könnte sich noch weiter verschärfen, warnte der Kreiselternrat. Während es an Gymnasien, an denen laut der Analyse 8 Prozent des Unterrichts ungeplant ausfielen oder vertreten wurden, noch am günstigsten aussieht, gehören die Kleinsten zu den größten Leidtragenden. Bis zu 13 Prozent des Unterrichts fielen an Grund- und Oberschulen der Region unplanmäßig aus oder wurden nur in Vertretung abgedeckt. Auch das irrsinnige Projekt „Quereinsteiger“ blieb fruchtlos.

Für die Partei „Der III. Weg“ ist der Lehrermangel ein mehr als ernst zu nehmendes Thema, das ebenso mit voller Einsatzbereitschaft angegangen werden muss. Während die regionalen Politiker auch bei diesem Thema gerne auf die Landespolitik verweisen, in der übrigens dieselben Parteien die Mehrheit haben wie im Vogtlandkreis, nehmen wir diese billige Ausrede nicht in Kauf. Daher muss eine Zusammenarbeit mit Städten, Kommunen und der Kreisbehörde auf engstem Raum erfolgen. Pädagogen müssen durch lukrative Angebote und staatliche Förderung motiviert werden, im Vogtland ihrer Arbeit nachzugehen. Es geht um die Bildung unserer Kinder und muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden.

Damit die Partei „Der III. Weg“ an der Kreistagswahl teilnehmen kann, muss die bürokratische Hürde der sogenannten Unterstützungsunterschriften gemeister werden. Alle Informationen findest Du HIER.

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