Nach Berlin: Was ist zu tun?

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Die Ereignisse vom 29. August werden sicher noch lange Gesprächsthema Nummer eins bleiben. Die Bilder aus Berlin, die schwarz-weiß-roten Fahnen vor dem Reichstag, die protestierenden Massen, gingen um die Welt. Die Systemmedien bemühen sich, die Demonstranten als kleine, rücksichtslose Minderheit abzustempeln und diskreditieren sich damit selbst. Während sich alle Systemparteien von den Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen distanziert haben, hat sich für die deutsche „Rechte“ ein freies, möglicherweise ertragreiches Feld ergeben.

Stellt der 29. August also für das deutsche Volk einen Tag dar, der in die Geschichte eingeht, so ist er für das nationale Lager ein besonderer Meilenstein. Doch wenn die Euphorie und der Rausch verfliegen, was bleibt? Wird der Protest Früchte tragen? Was ist zu tun, damit aus dem Widerstand eine Revolution hervorgeht?

 

 

 

 

Einig und frei – Im Kampf um das Recht

38 000 Menschen sollen nach offiziellen Angaben an der Kundgebung vor der Siegessäule am 29. August teilgenommen haben. Genau beziffern lässt sich die Zahl der Demonstranten vom 29. August nicht, mancher wird weitaus größere Zahlen in den Raum stellen, andere wiederum diese Spekulationen anzweifeln. Doch Erbsenzählerei ist hier letztlich fehl am Platz. Fakt ist: Die Proteste vom 29. August haben die Demonstrationen Anfang August quantitativ noch einmal deutlich übertroffen. Von der Zusammensetzung der Teilnehmer hat sich im Grunde genommen seit den ersten Corona-Protesten wenig verändert. Noch immer sind Hippies, Wahrheitssucher, national-denkende Menschen aller Couleur, vor allem aber auch bislang apolitische Bürger, Mittelständler, Familien, Senioren, Jugendliche vertreten. Noch immer ist es schwer, die Demonstranten in eine Schublade zu stecken.

Auch die Systemmedien zeigten sich bislang eher zurückhaltend, weil der Kontrast zwischen Regenbogen-Fahnen und Reichsfahnen einfach zu krass für eine routinemäßige Einordnung in die Nazi-Abteilung ist. Der Protest hat sich noch immer nicht spalten lassen. Vielleicht haben die Menschen erkannt, welcher Zauber von der neuentdeckten Meinungsvielfalt ausgeht. Egal wie absurd sich manche Theorie auch anhört, egal wie schrill sich ihre Vertreter gerieren, jeder Dialog kann bereichernd sein. Und sei es nur, um sich zu wundern, zu spötteln, zu diskutieren, zu belächeln. Das breit gefächerte Potpourri der Corona-Maßnahmen-Gegner sprengt die Monotonie des medialen und politischen BRD-Einheitsbrei. So bleiben die Corona-Rebellen vorerst vereint im Kampf um Einigkeit, Recht und Freiheit.

 

 

Doch wer glaubt, das System wäre im Ringen um die Deutungshoheit der Corona-Proteste dauerhaft ausgetrickst, der irrt. Die Medien und Politiker bemühen sich bereits, die „Gefahr“ der „braunen Unterwanderung“ hervorzuheben und den bürgerlichen Demonstranten ins Gewissen zu reden. Das mag vorerst erfolglos bleiben, doch steter Tropfen höhlt den Stein. Ob bei den Pegida-Demonstrationen oder bei den Protesten nach Chemnitz: Immer folgte auf den ersten Erfolg ein Abflauen. Dann begannen die Distanzierungen und Spaltungen. Deutlich zu beobachten ist dieser Prozess derzeit in der AfD, wo Stück für Stück vermeintlich radikale Kräfte aussortiert werden. Freilich: Das Ende der Fahnenstange muss für die Corona-Proteste noch lange nicht erreicht sein. Grade wenn weitere Einschränkungen, vielleicht gar ein zweiter Lockdown folgen, könnte nochmal ein großer Sprung nach vorne gemacht werden. Doch langfristig stellt sich die Frage: Quo vadis?

 

Vom Protest zum Widerstand, vom Widerstand zur Bewegung

Die Corona-Proteste profitieren auch davon, dass ihre Zielsetzung vage und diffus bleibt. Klar, die gegenwärtige Politik der Herrschenden lehnt jeder ab. Doch schon bei der Frage, was man denn im Bezug auf die Corona-Maßnahmen gehen die Meinungen auseinander. Der eine will die Maßnahmen abschaffen, der andere sie nur reduzieren. In vielen Wortbeiträgen wird die Systemfrage gestellt, doch welche Antwort wird darauf gegeben? Es wäre naiv zu glauben, dass Querdenken 0711 und Konsorten einen völkisch-geprägten Nationalstaat fordern werden. Es gibt keine Partei, keinen Führer, kein Zentralkomitee. Es gibt keine verbindliche Stoßrichtung. Auch die oft diskutierte neue Verfassung, der Friedensvertrag, vermehrte Plebiszite sind keinesfalls Konsens. Außerdem stellt sich grade in diesen Punkten die Frage, wie eine Ausgestaltung tatsächlich aussehen würden. Die politisch für die „Rechte“ zentrale Migrationsfrage spielt nicht zufällig keine Rolle bei den Protesten. Neben „schwarz-weiß-rot“ wehte auch eine Türkei-Fahne vor dem Reichstag.

Eben weil man eben nur unter groben Schlagwörtern, nicht jedoch unter klar definierten Zielen vereint ist, bleibt der Protest symbolisch ausgedrückt vor dem Reichstagstor draußen. Die Medien legen viel Wert darauf festzuhalten, dass die Corona-Skeptiker nur eine Minderheit sind, die große, schweigende Mehrheit weiterhin brav zuhause sind. Und es ist gut möglich, dass der Großteil der bundesrepublikanischen Normal-Bürger kopfschüttelnd vor den Fernsehapparaten sitzt. Doch es braucht nicht zwingend die Mehrheit, um eine kritische Masse zu bilden. Doch um ein revolutionäres Potenzial zu entwickeln, braucht es ein Konzept und eine verbindliche Organisationsstruktur. Es braucht Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen, um sich an die Spitze dieser Bewegung zu setzen. Der Erfolg kann nicht garantiert werden. Je klarer und verbindlicher die Ausrichtung der Bewegung werden würde, desto mehr „Halbe“ würden wieder abspringen.

 

 

Dennoch sollte die nationalrevolutionäre Bewegung nicht davor zurückscheuen, ihr Glück zu versuchen. Nur wer sich große Ziele setzt, kann auch Großes erreichen. Wer von den eigenen Idealen überzeugt ist, hat keinen Grund, diese hintanzustellen. Die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen dürfen kein Selbstzweck sein. Selbstverständlich sollte ein nachhaltiger Effekt erzielt werden. Bislang waren deutsche Sozialisten bei den Demonstrationen dabei, doch keinesfalls haben sie eigene Akzente gesetzt. Das kann und sollte sich ändern, weil es nirgendwo sonst einfacher war, sich direkt an deutsche Seelen zu wenden, ohne keifenden Antifa-Pöbel und Hamburger Gitter im Weg. Wenn es auch nicht gelingt, mit dem Corona-Protest eine Schnellstraße zum Sieg zu befahren, so können doch aufgewachte Mitstreiter gewonnen werden.

Jenen, die glauben, mit den Corona-Protesten das Non-Plus-Ultra an politischer Aktivität erlebt zu haben, muss aufgezeigt werden, dass Widerstand mehr ist, als nur einmal demonstrieren ist. Widerstand muss Tag für Tag gelebt werden. Letzten Endes nutzt es wenig, wenn man sich am Ende wieder in die eigene Komfortzone zurückzieht. Kontinuierliche politische Arbeit ist aufreibender, doch auch abenteuerlicher und letztlich erfüllender. Wer an Deutschland glaubt, sollte die nationalrevolutionäre Bewegung kennenlernen. Wenn am 03. Oktober „Der III. Weg“ auf die Straße geht, bietet sich die beste Gelegenheit dazu.

Deutsche zu uns – Rein in die nationalrevolutionäre Bewegung!

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