Plauen: Ladesäule für 11.000 Euro für Luxusfahrzeug von Oberbürgermeister

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Es ging ein Aufschrei vor allem in den sozialen Medien umher, als bekannt wurde, dass Oberbürgermeister Oberdorfer einen neuen Dienstwagen erhalten hat. Einen Audi A6 Avant „Plug-in-Hybrid“, für sage und schreibe 72.000 Euro. Normalerweise wird das Fahrzeug alle 12 Monate getauscht. Diesmal geschah der Wechsel jedoch schon nach acht Monaten. Der angebliche Grund: „Die aktuelle Kaufflaute“. Ein paar Tage später wurde dann bekannt, dass der OB mit seinem Vorgänger einen Unfall hatte, bei dem das Fahrzeug einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitt. Dies war jedoch nicht der Grund für den vorzeitigen Wechsel. Am 7. Mai 2020 wurde eine Verpflichtungserklärung abgegeben, der Unfall geschah neun Wochen später.

Immer wieder ist zu den Stadtratssitzungen zu hören, dass die Stadt sparen muss. Und durch Corona hat sich die Lage weiter verschärft. Deshalb ist es schon einmal interessant, was das neue Luxusauto den Plauenern gekostet hat.

Das Fahrzeug hat, wie schon geschrieben, 72.000 Euro gekostet. Bei dem Audi handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid. Das Dienstauto verfügt über einen Verbrennungsmotor, kann aber auch über Batterie gefahren werden. Laut Autofachpresse liegt die Reichweite für ein rein elektrisches Fahren bei 51 Kilometern. Weitaus günstigere Fahrzeuge schaffen bis zu 500 Kilometer.

Stadtrat Tony Gentsch (DER III. WEG) bohrt nach

Da die neue Ladestation auf dem Sonderparkplatz in der Herrenstraße noch nicht bekannt war, stellte unser Stadtrat Gentsch eine schriftliche Anfrage an die Stadtverwaltung. Diese antwortete, dass die Station erst im August für 11.040 € gebaut wurde und diese nur von Besitzern einer entsprechenden Erlaubnis genutzt werden könne. Somit kommt zu den 72.000 Euro für den Luxusschlitten noch ein weiterer fünfstelliger Betrag hinzu. Die Endrechnung liegt bei über 83.000 Euro. Eine Summe, mit der andere nützlichere Projekte hätten umgesetzt werden können.

Wenn vor ihrem Haus mal wieder über Monate hinweg Schlaglöcher in der Straßen sind oder vergeblich darauf gewartet wird, dass eine Fußgängerampel gebaut wird, um die Sicherheit vor allem für Kinder zu erhöhen oder mal wieder kein Geld für die Jugendarbeit vorhanden ist, dann machen Sie sich nichts daraus, denn unser Oberbürgermeister fährt nun „grün“. Zumindest über eine Strecke von unglaublichen 51 Kilometern (#Ironie aus).

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