Dem Ärztemangel konsequent entgegentreten!

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Im Vogtland herrscht ein bedrohlicher Ärztemangel und in vielen Gemeinden kann die medizinische Versorgung immer weniger ordnungsgemäß aufrechterhalten werden. Die potenziell zur Behandlung von Patienten zur Verfügung stehende Zeit reduziert sich immer mehr und Jahr für Jahr schließen weitere Hausärzte ihre Praxen. Die Suche nach einem neuen Hausarzt entwickelt sich zunehmend als schier unmöglich, da viele noch bestehende Ärzte keine neuen Patienten mehr aufnehmen können.

Kinderarztpraxen: Notdienste fallen weg

Auch unsere Kinderärzte sind überlastet. An Feiertagen und am Wochenende gibt es ab sofort keine Bereitschaft mehr. Eltern müssen seit dem 1. Oktober 2021 mit einem akut kranken Kind ins Plauener Krankenhaus. Diese Tortur müssen viele Vogtländer im ländlichen Raum schon länger auf sich nehmen, da es vor Ort keine Kinderärzte mehr gibt.

Seit Jahren warnen Ärztekammern vor dieser katastrophalen Entwicklung und forderten Politiker auf, schnellstens zu handeln. Diese werfen gerade vor Wahlen immer wieder mit “schönen tollen” Plänen um sich geworfen. Doch wie wir es von den Etablierten kennen, passiert ist nicht viel.

Die Kreisbehörde möchte den Hausärztemangel durch den sogenannten „Physician Assistant“ auffangen. Doch handelt es sich bei diesen Fachkräften um Arztassistenten, die einen Bachelor-Abschluss, aber kein Medizinstudium absolviert haben. Diese sollen dann in Arztpraxen geschickt werden und die Tätigkeiten durch Telemedizin legitimiert werden. Doch unsere Gesundheit ist kein Spiel oder gar ein Testprojekt. Jeder Bürger soll das Recht dazu haben, ohne Wenn und Aber einen Facharzt aufsuchen zu können.

Derzeit studieren ausreichend junge Menschen Medizin. Theoretisch könnte damit der Ersatzbedarf weitgehend gedeckt werden. Aber eben nur theoretisch. Denn nach dem Studium arbeitet eine große Anzahl dann aber nicht in der Patientenversorgung, sondern zum Beispiel beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen, für Pharmaunternehmen, in anderen Bereichen oder im Ausland.

Ärztemangel bekämpfen!

Für die Partei „Der III. Weg“ ist der Ärztemangel ein mehr als ernst zu nehmendes Thema, das ebenso mit voller Aufmerksamkeit angegangen werden muss, wie die allgemeine Strukturausdünnung in unserer Region. Daher muss eine Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden und der Kreisbehörde auf engstem Raum erfolgen. Für unsere Kommunen müssen Anreize geschafften werden, eigene medizinische Versorgungszentren zu gründen. Die Vorabquote für Medizinstudenten welche sich bereit erklären, nach Ende der Ausbildung eine Arztpraxis zu eröffnen, muss erhöht und ausreichend staatliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Petition unterschreiben!

Unser Kreisrat Tony Gentsch hat eine Petition gestartet. Unter folgendem Link können auch Sie daran teilnehmen, um die Kreisbehörde und den Kreistag dazu aufzufordern, schnellstmöglich zu handeln. Mit jeder Person mehr, wächst der Druck auf die Verantwortlichen.

https://www.openpetition.de/petition/online/dem-aerztemangel-konsequent-entgegentreten

Die Gesundheit unseres Volkes muss endlich wieder mit an erster Stelle stehen. Unterstützen daher auch Sie unsere Arbeit und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Es geht um unsere Zukunft und um die unserer Kinder und Kindeskinder!

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